Anonyme Kryptozahlungen am Ende? Monero im freien Fall

Monero im freien Fall – Aus für anonyme Kryptozahlungen?

Anonyme Kryptozahlungen klingen fast zu schön, um wahr zu sein. Während Bitcoin oder Litecoin pseudonym sind, versprach Monero vollständigen Schutz der Privatsphäre für Anwender. Doch jetzt gibt es Ärger für den anonymen Coin, denn Monero befindet sich nach dem Delisting bei OKX und Binance im freien Fall. Über 50 % verlor XMR, der native Coin des Protokolls. Warum eine der beliebtesten anonymen Kryptowährungen am Ende sein könnte, beleuchten wir in diesem Bericht und stellen eine mögliche Alternative vor.

Welche Probleme gibt es bei Monero?

Anonyme Kryptozahlungen haben Monero in den vergangenen Jahren viel Zulauf, aber auch Kritik eingebracht. Der datenschutzorientierte Ansatz der im April 2014 veröffentlichten Open-Source Kryptowährung machte den Coin schnell zu einem der beliebtesten anonymitätsorientierten Kryptowährungen. Die zahlreichen innovativen Fortschritte waren aber von je her den Währungshütern und Ermittlungsbehörden ein Dorn im Auge.

Monero kann die Nachverfolgbarkeit von Finanztransaktionen in seinem Netzwerk so verschlüsseln und verschleiern, dass es nahezu unmöglich ist, den Absender oder Empfänger davon auszumachen. Mit Ring Confidential Transactions und sogenannten Bulletproofs war es Monero gelungen, seinen Nutzern eine Plattform zu bieten, die unter höchsten Privatsphäre Standards Transaktionen mit digitalen Assets zulässt.

Schon kurz nach seiner Veröffentlichung wurden Regulierungsbehörden aufmerksam, denn wenn Transaktionen wirklich vollständig anonym sind, kann die Technologie als Einfallstor für Kriminelle dienen. Kryptowährungen wie Monero würden dann dazu beitragen oder es ermöglichen, dass Nutzer Gelder waschen und damit beispielsweise Terroristen unterstützen. Genau das soll aber nach dem Willen der zuständigen Behörden vermieden werden.

Quelle: https://miningpoolstats.stream/monero

Die Gefahr, dass eine große und so populäre Blockchain wie die von Monero tatsächlich vollständig anonyme Transaktionen ermöglicht, ist aus Sicht von Regierungen natürlich ein Problem. Aber auch hinsichtlich der Technologie gab und gibt es bei Monero Kritikpunkte.

Kritik an anonymen Kryptozahlungen mit Monero

  1. Monero wird von zwei großen Mining-Pools dominiert, die über 50 % der Hashing-Leistung ausmachen. Das stellt die Dezentralisierung des Projekts infrage.
  2. Seit 2017 leistet vor allem ein Entwickler die meisten Codebeiträge. Mehr als 70 % aller Einträge auf den entsprechenden Open-Source-Plattformen gehen auf eine Einzelperson namens moneromoo-moo zurück. Allerdings zeigen Zahlen seit 2017 einen leicht rückläufigen Trend der Einzeldominanz des Entwicklers.
  3. Monero kann tatsächlich anonyme Transaktionen ermöglichen, dafür ist aber die Anzahl der Krypto-Wallets, die geeignet sind, mit dem Monero-Netzwerk zu agieren, deutlich begrenzt.
  4. Die Ledger Monero-App wurde zwar von der Open-Source-Gemeinschaft entwickelt und kontrolliert, dennoch gab es Probleme, als die GUI von einigen Antivirenprogrammen auf Windows-Betriebssystemen fälschlicherweise als Virus eingestuft wurde. Die GUI ist die Software zur Verwaltung der Kryptowährung Monero und enthält einen Miner. Den muss der Benutzer jedoch explizit einschalten. Dennoch wurde die Monero GUI als Bedrohung eingestuft, wie das Wallet-Unternehmen Ledger jüngst berichtete, denn der enthaltene Miner kann für bösartige Zwecke verwendet werden.
  5. Trotz der Aufspaltung ist aber immer noch ein Großteil der Hashing-Leistung unter der Kontrolle von ASCI-Minern. ASIC-resistent sind Kryptowährungen, wenn sie theoretisch gerechter verteilt sind, da sie mit normalen PCs zu minen wären. ASIC steht für „anwendungsspezifische integrierte Schaltung“. Ihr Hauptzweck besteht darin, die parallelen Berechnungen für das Mining schneller und energieeffizienter als GPUs durchzuführen.
  6. Ab dem 20. Februar können Binance-Kunden genau wie Benutzer von OKX nicht mehr auf den Privacy Coin Monero zugreifen. Als Grund nennt das Unternehmen dafür, dass die Kryptowährung nicht mehr den internationalen Standards entspräche, die sich Binance wünscht.

Ende für anonyme Kryptozahlungen?

Nach dem die Binance-Exchange genau wie OKX das Delisting von Monero angekündigt hat, sinkt der XRM-Kurs. Das könnte auf ein Ende des Privacy Coins hinweisen, denn der Coin zeigt sich vor wenigen Tagen im 5-Monats-Tief. Die Kursauswirkungen sind deutlich vorhanden und könnten ein Zeichen für das Ende von Monero bedeuten. Unmittelbar nach der Veröffentlichung der Erklärung von Binance über das anstehende Delisting von Monero verzeichnete der XMR-Coin einen Rückgang auf 136 USD.

Inzwischen ging es sogar noch weiter runter und der XRM-Preis bewegt sich heute bei 116 Euro. Allerdings ging es im Tagesverlauf leicht rauf. Das Monatschart ist jedoch mit Minus 21 Prozent tiefrot gefärbt. Nicht anonym, sondern unter Einhaltung aller Vorgaben zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung kann Sponge-Coin V2 der ideale Coin für Ihr Depot sein.

Der Meme-Coin SPONGEV2 ist die Neuauflage eines der erfolgreichsten Meme-Presalse des vergangenen Jahres. Direkt zum SPONGEV2-Token gehen.

Unter Umständen ist Ihr Kapital in Gefahr. Diese Webseite ist nicht für die Verwendung in Rechtsordnungen vorgesehen, in denen der beschriebene Handel oder die beschriebenen Investitionen verboten sind, und sollte nur von Personen und auf gesetzlich zulässige Weise verwendet werden. Ihre Investition ist in Ihrem Land oder Wohnsitzstaat möglicherweise nicht für den Anlegerschutz geeignet. Führen Sie Ihre eigene Due Diligence durch. Diese Webseite steht Ihnen kostenlos zur Verfügung. Wir erhalten möglicherweise Provisionen von den Unternehmen, die wir auf dieser Webseite anbieten.

Über die Autorin: Stefanie Herrnberger ist als freiberufliche Redakteurin sowie Content Creator tätig. Ihre langjährige berufliche Erfahrung in den Bereichen Blockchain, Kryptowährungen und NFTs bieten ihr den perfekten Background, um über aktuelle Nachrichten und Entwicklungen an dezentralen und zentralen Finanzmärkten zu berichten. Seit mehreren Jahren investiert Stefanie auch selbst in Kryptowährungen und kann daher nahezu alle Aspekte der Kryptowelt abdecken.

Veröffentlichungen: https://de.cryptonews.com/editors/stefanie-herrnberger Webseite: https://blockchain-technologie.digital/ 


Posted

in

by

Tags:

Comments

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *